kettle Kettle wartete. Meistens war er still, geduldig und stand nur unbeteiligt in der Küche, aber heute würde er gebraucht werden und deshalb pfiff er laut und ungeduldig.
Pfeifen und summen gefielen Kettle immer sehr, doch niemand wollte seine lauten Geräusche hören - und stellte ihn bald wieder zur Seite. Eine alte Banane und zwei Apfelsinen lagen in der Ecke und Kettle freute sich über den Duft der bunten Früchte
Weil in Kettle schon so viele Tassen Tee hinein- und an andere ausgegossen worden waren, sah für Kettle alles vergilbt aus.
Teetrinken macht gelassen und Kettle freute sich heute vielleicht auf einen ungewohnten Früchtetee.
Viele Äpfel und Birnen rollten zusammen, denn sie wollten alle auch dabei sein. Zusammen gerührt, blieb aber leider nur noch ein klebriger Brei übrig.
Ein Tropfen hing noch an der Tülle von Kettle, war klebrig, leider fade und schmeckte nach nichts.
Zum Glück hörte man aber schon von weitem das laute Zischen der der Schlange, der längsten und geübtesten Feinschmeckerzunge.
Diese Schlange wußte sofort die Lösung: es fehlte die geeignete Würze für jeden Saft.
Vielleicht war damit ein Chaos gemeint, das erst jede Art von Kreativität ermöglicht und so auch einen leckeren Geschmack für den Saft.
Die Äpfel meinten: ein Apfelsaft wird aus Äpfeln gepresst, sonst ist dieser Saft ohne jeden Apfel-Geschmack.
Die Quitten erzählten von Brot und nicht von Saft und für ein Quittenbrot und einen Saft aus Äpfeln braucht man immer nur eine feine Zunge und manchmal auch Zeit.
Die Schlange aber zischte gelangweilt, denn sie hatte jede Würze doch längst gefunden.
Und die Schlange kroch ohne jedes Zischen schnell und zufrieden tief ins Grass zurück und verschwand .