Hoffnung und Zuversicht
Schätze
wo? wo? Zum ersten Mal hatten die kleinen Mäuschen das Versteck für ihren Schatz vergessen. Es waren Käsestückchen, die sie überall zusammen gesucht hatten, aber heute blieb der Käse verschwunden.
Vielleicht achtete diese graue Taube auf den Mäuseschatz, doch die Mäuschen konnten keinen Käse durch die Käfigstangen erschnüffeln.
Eulen passten auch auf einen Schatz, auf einen Bücherschatz. Sie schwebten über Bücherstapeln und lauschten den vielen Worten. Eulen sind sehr weise Tiere! Der Mäuseschatz roch nach Käse, der Bücherschatz jedoch nach bedrucktem Papier. Auch die Schmetterlinge beobachteten etwas von oben, es waren Notenblätter und kein Bücherschatz, aber ein Notenschatz.
Wenn Marienkäfer auf duftenden Blättern aus dem Garten saßen, dann hatte immer jemand Glück - oder träumte davon! Es waren Glückskäfer!
Setzten sich Schmetterlinge auf einen Lampenschirms, dann entstanden viele Geistesblitze! Diese rochen nicht!
Rhino-Hope überlegte: Marienkäfer saßen auf Blumenblättern und dann hatte immer jemand Glück! Es gab so verschiedene Seiten, Blätter und Schätze! Alle rochen unterschiedlich und gut, obwohl sie sehr oft benutzt worden waren: sie rochen manchmal nur nach altem Papier! Dieser schwebende Käfig (r.) hatte dünne Stangen, keine Kette und keine Bewachung. Aber der erste Käfig hatte dicke Stangen, hing an einer Kette, wurde sogar von einer grauen Taube bewacht und schwebte nicht.
Schätze, riechend, oder nicht, knisternd oder klingend: Rhino-Hope wusste keine Lösung auf seine Fragen und wollte endlich seinen schwebenden Vetter, Rhino-Blue fragen…
Vielleicht wüßte der Vetter Antworten: warum konnten der Kasten ohne Kette, Eulen, Noten, Bücher und Gedanken schweben? Wo aber waren der riechende Käseschatz und alle anderen Schätze?
Rhino-Hope lief los und suchte …
Manchmal lief es Strecken sogar doppelt?
Unterwegs begegnete Rhino-Hope auch einem erschöpften Schmetterling. Er schleppte ein viel zu schweres Buch, aber sofort bot Rhino-Hope seine Hilfe an und packte sich das Buch auf seinen viel stärkeren Rhino-Rücken. Das Rhino schnaufte zwar etwas unter den schweren Gedanken, aber der Schmetterling munterte das Rhino schnell wieder auf und gemeinsam suchten sie jetzt beide weiter nach dem Vetter! Jetzt war die Last halbiert und nicht mehr schwer.…
Sogar holprige Wege wurden plötzlich glatt und eben! - Der Vetter würde sicher auch ganz bald ihre beiden ungelösten Fragen beantworten können …. 1.Käsestückchen und 2.Schweben?
Unterdessen jonglierte Rhino-Blue auf seinem stabilen Sicherheitsseil!
Heute hatte es viel Glück, denn ein Schmetterling sah das Rhino auf einer Wiese bei seinen Turnübungen,
-denn plötzlich verlor Rhino-Blue sein Gleichgewicht und fiel vom Sicherheitsseil herunter! So laut er konnte, rief der Schmetterling um Hilfe! Rhino-Hope hörte das laute Rufen und fand den Vetter mit einem großen, blauen Fleck auf einer Wiese! Von seinem Sicherheitsseil gefallen, bekam das mutige Rhino– Blue sehr große Angst! Blumen, Rosen, ein Blick in einen duftenden Garten, gäben sie dem Vetter vielleicht neuen Mut? r
Ein Garten mit vielen Blumen und Gräsern ist eine große Kraftquelle und ein sehr geliebter Schatz, aber sicher nicht der gesuchte Mäuseschatz! Wo waren nur die vielen Käsestückchen? Die Mäuse hatten sie so gut versteckt! Vielleicht hier?
Die zweite Frage konnten sicher nur die Vögel, Eulen und Schmetterlinge und das Rhino-Blue beantworten. Warum schwebten sie, der Käfig mit den dünnen Stangen, der Gedanke, die Noten und die Musik?
Rhino-Blue mochte den schwebenden Kasten ohne Kette und die kleine Flöte, denn sie machte schwebende Musik, hieß: “Flute- Blue“ und alle Flötentöne schwebten, genau wie das Rhino-Blue!
Alle schwebten und waren frei!
Rhino-Hope hatte jetzt seine Antwort gefunden: Duftende, ausgedachte, klingende und wunderbare Schätze: - auch der Käseduft! Sie alle waren ohne Grenzen und frei!
Eulen, Schmetterlinge und ..und!
Schätze sind immer:
wunderbar …
frei und ohne feste Form.
Plötzlich sahen sich auf der Straße aber die zwei Rhinos in einer Wasserpfütze: Rhino-Blue, vom Sicherheitsseil gefallen und ängstlich, Rhino-Hope mit den kleinen Mäuschen, immer noch auf der Suche nach den vielen Käsestückchen. Beide Rhinos waren sehr erstaunt über sich und diese unglücklichen Rhinos in der Pfütze!
Wie in einem schlechten Traum verschwand aber das Bild sofort!
Beide Rhinos kannten jetzt, Verborgenes, Sichtbares, Geliebtes, vielleicht Unsichtbares und Geschütztes, aber immer war es Erreichbares! Alle Schätze, -auch ein Mäuseschatz!
Rhino-Hope hatte den kleinen Mäuschen seine Hilfe bei der Schatzsuche nach ihren Käsestückchen versprochen. Gerne wäre das eine durch ein Sicherheitsseil abgesichert und das andere erneut in der frischen Luft gewesen, aber beide Rhinos zitterten aus Angst vor ihrem eigenem Mut. Sie wollten sogar in die Rolle des anderen Rhino schlüpfen, sie wurden aber jetzt nur noch unglücklicher! Oben wurde unten!
Die Rhinos erkannten, plötzlich schwindelig geworden: sie besaßen doch, wonach sie suchten: Zuversicht und Mut Rhino-Blue Hoffnung auf Glück Rhino-Hope.
Jetzt wollten die beiden Rhinos, zusammen mit den vielen Mäuschen nach den versteckten Käsestückchen suchen, finden - und manchmal auch die Katze verjagen!